Category Archives: Deutsch

Dieser Eintrag ist in deutscher Sprache.

Meine Mitbewohner

Dinner in Bourron

Hier ein Bild von meinen Mitbewohnern, Samir und Paul (links) bei unserem Dinner vor zwei Wochen. Rechts ist Lars und seine Schwester. Ein Klick auf das Bild liefert eine Großansicht.

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Prüfungen, Urlaub, Rugby

Lange nicht mehr gebloggt – obwohl ich ja eigentlich schon Zeit gehabt hätte, da ich nicht wirklich intensiv am Lernen bin. In zehn Tagen haben wir unsere ersten Prüfungen, fünf Stück in drei Tagen. Und das Ganze auch noch direkt nach meinem Geburtstag :-(

Gefeiert wird der wohl erst drei Tage später, dafür aber in Marokko! :-) Für das verlängerte Wochenende, das wir zwischen dem ersten und zweiten Semester frei haben, fliege ich spontan mit drei Kommilitonen nach Marrakesch. Die Meisten aus unserem Jahrgang gehen Skifahren, aber ich hatte eher Lust auf Sonne und vor allem Wärme. Dabei musste ich feststellen, dass Afrika der einzige Kontinent ist, den ich noch nie betreten habe. Wurde also höchste Zeit!

Ach ja, und unser Rugby-Team war letztes Wochenende in London, um sich im Turnier mit anderen Business Schools zu messen (mehr dazu im Blog von Peter Guy). Meine beiden Mitbewohner Samir und Paul waren beide mit von der Partie; leider hatte INSEAD bei jedem Spiel Verletzte zu beklagen. Richard brach sich die Nase, Frank holte sich ein böses blaues Auge, und Samir brach sich den Kiefer. Nach einem Tag im Krankenhaus kam er am Dienstag wieder zu uns, begleitet von seiner Mutter, die extra aus Kanada eingeflogen ist um ihn zu pflegen. Und er wollte mich vor ein paar Wochen noch überreden, im Rugby-Team mitzumachen, es sei ja sooo ungefährlich. Zum Glück bleibe ich auch in Fontainebleau meiner No-Sports Linie treu.

Außer beim Tanzen: Heute (gestern) abend hatte ich meine erste Salsa-Stunde. Ein bißchen Bewegung kann ja doch nicht schaden, und die Frauenquote liegt bei 50% :-)

Fotos von zuhause

Wie bereits geschrieben, war ich letzten Sonntag bei Ellie und John zum Mittagessen eingeladen (s. unten). Rechts sind die Gastgeber, und auf dem Tisch ist deutlich der Lammeintopf mit Couscous zu sehen – sehr lecker!

Lammeintopf mit Couscous

Dazu noch ein paar Bilder von meinem derzeitigen Zuhause: Der Blick von der Straße, unser Innenhof, das Wohnzimmer und der Garten. Ich freu’ mich schon auf den Sommer!

Der Blick von der Straße unser Innenhof
das Wohnzimmer der Garten

Das Jetset-Leben in Fontainebleau

Leider fühle ich mich seit Dienstag Abend nicht besonders – scheine entweder was Schlechtes gegessen zu haben oder mir einen Virus eingefangen zu haben. Meine Verdauung spielt derzeit ein wenig verrückt und mein Magen rumort; ich hoffe, dass sich das bald bessert.

An der Uni ist soweit alles in Ordnung, bislang einen Test geschrieben und zwei group assignments abgegeben. Mit den vergebenen Noten bin ich sehr zufrieden – daraufhin habe ich die letzten Tage den Fuß vom Gas genommen, zumindest was das Lernen angeht. Ich hoffe, ich wiege mich nicht in falscher Sicherheit – spätestens Anfang März wird sich das zeigen. Die fünf Prüfungen nach der ersten period sind Montag bis Mittwoch, direkt nach meinem Geburtstag am Sonntag :-( aber da muß man durch, Feiertage gibt es bei INSEAD ja grundsätzlich keine – dafür wird hier jeden Tag gefeiert.

An der social front ist alles in bester Ordnung, habe diese Woche drei dinner erlebt – eines mit meinen Mitbewohnern (im Restaurant – da ist mir eventuell das schlechte Essen untergekommen), eines bei meinem Buddy, und eines mit den deutschen und schweizer Kommilitonen. Arthur, mein Buddy, ist ein deutscher Kommilitone aus dem höheren Semester, der mir bei Fragen mit Rat und Tat zur Seite steht. Eine gute Einrichtung, man bekommt mehr mit und kann außerdem sein persönliches Netzwerk erweitern.

Morgen geht es den Tag über nach London, die Investmentbank der Deutschen Bank besuchen – bin schon sehr gespannt. Samstag wollte ich mit ein paar Kommilitonen nach Paris aufbrechen, vielleicht schaffe ich es ja, Christian und Carine zu sehen. Morgen London, übermorgen Paris – schönes Jetset-Leben, das wir hier führen :-) Leider ist es jetzt schon halb zwei und um sechs morgen früh brechen wir auf – daher muss ich jetzt ins Bett!

Umzug

Leider war ich auch nach einer Woche immer noch der einzige Mieter in meinem Haus. Außerdem stellten sich im Lauf der Woche ein paar weitere Defizite heraus, die mir im Vorfeld nicht bekannt waren (DSL-Anschluss technisch nicht möglich, Probleme mit den Wasserleitungen, usw.), so dass ich am Freitag endgültig beschloss, mich aktiv nach einer neuen Bleibe umzusehen.

Und dann ging alles ganz schnell: Über Gavin, einem Kommilitonen aus England, bekam ich Kontakt zu einer Gruppe von Studenten aus dem September-Jahrgang, die freie Zimmer in Ihrem Haus hatten, nachdem zwei Mitbewohner nach Singapur aufgebrochen sind. Samstagmittag konnte ich mir das Zimmer ansehen, und schon Sonntagnachmittag bin ich umgezogen.

Eigentlich ist das neue Haus genau das, was ich von Anfang an wollte: Nette Mitbewohner, große Küche, großer Garten, installiertes DSL, günstige Miete, und frisch renovierte Badezimmer – was will man mehr? Und mein Anfahrtsweg zur Uni hat sich ungefähr halbiert. Hätte ich mich im November für ein anderes Haus entschieden, hätte ich nie von meinem jetzigen Haus gehört, da die Zimmer erst jetzt verfügbar wurden – manchmal versteht man erst hinterher, wofür andere Dinge gut sind.

Jedenfalls bin ich seit Sonntagnachmittag sehr glücklich, wie sich alles entwickelt hat. Zur Krönung habe ich mich am Abend von einem griechischen Kommilitonen zum Essen einladen lassen und dann haben wir den Tag auf meiner ersten Studentenparty in Montigny-sur-Loing ausklingen lassen – keine 10 Minuten von meinem neuen Haus in Bourron-Marlotte entfernt. Das Semester kann beginnen :-)

Erste Vorlesungen

Nachdem ich Silvester mit sehr guten Freunden in München gefeiert hatte, bin ich gestern nach Fontainebleau umgezogen. Mein Einzug in meine neue Bleibe verlief reibungslos, die Vermieterin ist sehr nett und hilfsbereit. Leider musste ich feststellen, dass ich der einzige Mieter in diesem Haus bin, obwohl es insgesamt fünf Zimmer für Studenten hat. Mal sehen, ob die nächsten Tage noch jemand einzieht, sonst wird es wohl leider nichts mit dem von mir erhofften WG-Leben.

Heute Nachmittag hatte ich meine ersten Vorlesungen. Verglichen mit allem, was ich bisher erlebt habe, scheint die Arbeitsbelastung hier enorm hoch zu sein. Zur Einleitung meinte der Professor nur trocken, dass jeden Abend nach Vorlesungsende drei Stunden für Hausaufgaben vorgesehen sind, die meisten Studenten dafür jedoch sechs oder mehr Stunden bräuchten. Zum Glück ging es in meiner “study group” sehr zügig voran, so dass wir heute nach ca. 3 1/2 Stunden fertig waren.

Nach allem, was man hier so hört, bleibt die Arbeitsbelastung für die ersten vier Monate konstant hoch. Ich bin gespannt, wie es sich entwickeln wird.

Ein neuer Anfang

Weihnachten war letzten Samstag, und übermorgen ist Silvester. Letzte Woche habe ich meine Wohnung in München aufgelöst. Und nächste Woche ziehe ich nach Fontainebleau, um mein MBA-Studium bei INSEAD aufzunehmen.

Während den Verabschiedungen von meinen Freunden und Kollegen in den letzten Wochen haben mich viele gebeten, über meine Erfahrungen im nächsten Jahr auf dem Laufenden gehalten zu werden. Dieser Blog ist Teil des Versuchs, dieser Bitte gerecht zu werden.

Manche Einträge in diesem Blog werden in deutscher Sprache veröffentlicht, manche auf Englisch, je nach Tagesform. Mal sehen, welche Sprache sich letztlich durchsetzen wird.